Walkaway Freie Schule Dreisamtal 2014 Feedback

lieber stephan

Ich war mit der Leitung ganz zufrieden. Ich würd es nächstes Jahr wieder machen und im Wald schlafen das ist mein Wunsch.
Danke! 
(Eine Schülerin)


der walk away war und ist ne supertolle, tiefe erfahrung für uns als familie.
schon in der woche, bevor es los ging, war spürbar, daß da ein prozeß in gange kommt - immer wieder war ich mit den vergangenen 16 jahren in kontakt, hatte viele bilder und erinnerungen aus meiner/unserer zeit mit mit meinem Sohn. und ich konnte so immer wieder ein stückchen die kinderzeit und sein kind-sein loslassen, würdigen, verabschieden. bin nochmal auf alte glaubenssätze und muster gestoßen, die zwischen uns und in ihm wirken und die auch verabschieden.
es war, als würde ich ein paar schritte zurücktreten, ihn und mich und uns aus größerer distanz betrachten und mir dabei klar werden, was nun zwischen uns und für mich zu ende geht und was schon neues am keimen und wachsen ist.

mir war es wichtig, die nacht, in der die kids draußen waren, auch selbst ganz bewußt draußen zu verbringen, am feuer zu sitzen und verbunden zu sein mit eurer energie - schön war, daß das mit den müttern und freundinnen möglich war, deren kids die gleiche erfahrung machen durften und mit denen ich mich sehr verbunden fühle.
deswegen hier ne anregung: ich fände es sehr hilfreich und unterstützend für den ganzen prozeß, wenn es für eltern solch einen rahmen gäbe, in dem sie sich auch ganz bewußt auf den walk away und das, was dabei für ihr kind und sie passiert, einlassen könnten. der elternabend bei ute-maria war sicher ein schritt dahin, toll fände ich es, wenn in der nacht der solozeit eltern die möglichkeit hätten, sich am feuer zu versammeln, zu counciln, sich mit der energie zu verbinden und so auch ganz bewußt "ihren Teil" dazu beitragen, ihr kind loszulassen. ich finde, der walk away ist dazu so eine gute gelegenheit und ich empfände es als vertane chance, den eltern nicht die gelegenheit zu geben, ihrerseits ganz bewußt die schritte zu tun, die anstehen. meiner meinung nach macht solch ein angebot für die eltern die sache erst rund/ganz. (falls ihr das für das nächste mal in erwägung zieht, bin ich gerne bereit, unsere erfahrung weiterzutragen und mich einzubringen).

wunderschön und sehr tief bewegend war natürlich die zeit mit der gruppe: die kids mit in empfang nehmen dürfen, zu sehen, wie sie da zurückkehren in den kreis, ihr staunen, leuchten, aufgerichtet sein zu erleben - super beeindruckend. und nochmal sehr vertrauen bildend: ich bin seither innerlich komplett ruhig und zuversichtlich, es gibt so ein tiefes wissen in mir, daß mein sohn seinen weg gehen wird, daß er alles weiß und kann, was er braucht, um sein potential entfalten zu können! das ist durch den walk away in mir auf eine viel tiefere ebene als zuvor gerutscht!

euch ein riesengroßes danke dafür, auf welch besondere, wertschätzende und liebevolle art und weise ihr das alles gehalten und angeleitet habt: eure herzen waren so spürbar ganz weit geöffnet für diese jugendlichen, ihre geschichten und prozesse. (und immer, wenn ich die fotos anschaue, leuchtet mir das wieder entgegen!!!)
die energie, die ihr geschaffen habt war gleichzeitig von unglaublicher, akzeptierender weite (alles ist möglich, jede wahrheit hat ihren platz hier und es wird nichts bewertet), andererseits war da so ein sicherer, glaubwürdiger und tragfähiger rahmen, in den sich die jugendlichen (und auch wir als eltern) vertrauensvoll hineingeben konnten. dankedanke!!!!

jetzt hinterherhabe ich das gefühl, daß der prozeß, der ausgelöst wurde, noch lange nicht abgeschlossen ist, der walk away wirkt und wirkt und wirkt....: mein Sohn geht aufgerichteter an die dinge heran, selbst-bewußt. gleichzeitig weiß er auch um ein paar dinge, die ihm noch im weg stehen und die er zuversichtlich angehen kann, wenn sich gelegenheiten bieten.
das tiefe vertrauen, welches sich eingestellt hat, wirkt in unserer beziehung zu ihm - unser/mein blick auf ihn ist noch liebevoller, respektvoller und voller achtung auf seine seele als zuvor.
meine bereitschaft, ihn auch mal unangenehme erfahrungen machen zu lassen, ihn nicht behüten zu wollen vor schmerz ist von der theorie in die praxis gerutscht - weil ich nochmal mehr und auch ganz neu gesehen habe, wer er ist.

was ich schon gespürt habe, als wir eltern mit der gruppe sein konnten war, wie wichtig es für die jungs war, daß die väter dabei waren: ist ja schon wichtig, wenn die mamas ihre söhne gehen lassen, aber von den vätern empfangen zu werden und ins mannsein aufgenommen zu werden, schien mir fast noch wichtiger. schön auf jeden fall, Vater und Sohn seither zusammen zu sehen: mehr tiefe, oft tiefes einverständnis und viel mehr gespräch als zuvor. juhu!!!

was mein Sohn zum walk away sagt: für ihn wars perfekt. toll war, daß die gruppe so klein war und so viel vertrauensein konnte. Wichtig auch, daß davor schon mal die erfahrung mit nem schwellengang gemacht werden konnte (der termin im vorfeld bei ute-maria). Was passiert ist: sichereres gefühl sich selbst und dem leben gegenüber.

super, dass mein Sohn und wir als familie diese erfahrung machen durften - sehr wertvoll und prägend. und auch toll, dass die schulzeit mit dieser erfahrung abgeschlossen werden durfte und nicht mit den blöden prüfungen (obwohl die irgendwie auch initiatorisch wirken; ). also auf jeden fall den walk away an der FSD zum festen bestandteil machen!!!!!
und trotzdem bleibt in mir ein kleiner zweifel, der sich immer wieder meldet: ist es ok, als erwachsene einfach zu beschliessen, daß die jugendlichen einen walk away machen? jede/r erwachsene geht durch nen langen entscheidungsprozeß, bevor er/sie sich zu ner visionssuche anmeldet - freiwillig. die kids "mußten" einfach... und auch wenn sie jederzeit entscheiden können, wegzubleiben, nicht rauszugehen, bleibt dann was zurück...(fand ich jetzt auch spürbar bei einer person, die sich entschieden hatte, nicht mitzugehen...) wer fängt das auf, bearbeitet das...?  hm.....

aber nochmal: ich bin super dankbar für diese erfahrung, sowohl für meinen Sohn als auch für unsre familie! dank an euch beide, auch dafür, daß ihr mit fragen und zweifel im vorfeld so achtsam und wertschätzend umgegangen seid. das, und eure energie vor und während des walk aways haben es für mich auch möglich gemacht, mein kind ohne bedenken und bauchgrummeln gehen zu lassen.
(Eine Mutter)


Lieber Stephan,
hier ist meine Reflexion zu dem walk away. Ich fand den walk away einer meiner wichtigsten und ausschlaggebendsten dinge die ich in meinem leben gemacht habe. Ich werde immer den walk away in meinem Gedächtnis haben und es wird mich mein ganzes leben begleiten und wird mir auch oft helfen und auch ausschlaggebend sein bei wichtigen Entscheidungen. Ich danke euch nochmal von ganzem herzen das ihr uns das ermöglicht habt! ich hoffe ihr könnt damit was anfangen.
(Ein Schüler)

Ich hätte nicht gedacht, dass der Walk away so viel bei mir auslöst! Es war unglaublich wichtig, meinen Sohn morgens empfangen zu dürfen und seine Geschichte zu hören- ich bin im vollen Vertrauen für das weitere Leben meines Sohnes. Ich habe mich in der Runde geschützt gefühlt, so konnte ich auch meinen Gefühlen freien Lauf lassen, obwohl ich eigentlich gerne alles unter Kontrolle habe. Die Spiegelung war so aus dem Herzen gesprochen- danke dafür! Schade, dass meine Töchter das in ihrem 16 Lebensjahr für sich nicht erleben durften, ich glaube, es hätte sie auch sehr gestärkt.
Danke an euch!!!!
(Eine Mutter)

Als Mutter war ich sehr berührt und stolz...ich konnte schon in der vorbereitung spüren, dass ich mein Kind vertrauensvoll in eure Hände geben kann. Dann beim Willkommenskreis dabei zu sein und die Rückkehrer zu empfangen, war sooo schön und bewegend und man konnte sehen, dass die Jugendlichen da wie neugeboren zurückkamen. Das große Council mit Eltern, LBs und Jugendlichen mit ihren Geschichten war toll. Ihr habt einen Rahmen geschaffen, in dem Jede/r mit seinen Eigenarten sein konnte und wollte. Eure Mischung aus männlichem und weiblichem Spiegel war toll, viel Klarheit, viel Liebe und ein wirkliches Sehen der Jugendlichen mit ihren Eigenarten. Ehrlichkeit, schonungslos liebevoll und man konnte den Jugendlichan ansehen, wie gut es bei ihnen ankam, was und wie ihr ihnen gespiegelt habt. Beim Ankommen an diesem (tollen) Platz hab ich sofort gespürt, dass da Vertrauen ist und als dann die Jugendlichen zurück waren, war auch das Vertrauen von ihnen zu euch deutlich spürbar. Das hat mich sehr gefreut (soooo extrem hab ich das nicht erwartet, auch nicht, wie die alle dabei sind, obwohl ich wußte, wie toll die Kids sind und wie sie auch durch das Zusammensein und sich Zeigendürfen in der Schule ihre ganze Schulzeit über gut vorbereitet waren). Ich wünsche mir sehr, dass das für die nächsten Jahrgänge auch wieder stattfindet. Und bin überglücklich, dass das schon unsere ersten Jahrgänge erleben durften. Die Jugendlichen waren auch begeistert, meine Tochter ist froh, dass sie das gemacht hat und ist ihr auch wichtiger als Abschlussfahrt nach Rimini.
Viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiielen dank!

Ich bin und bleibe restlos begeistert und das ändert sich auch nicht, je länger ich drüber nachdenke. (und ich bin eine seminarerfahrene kritische Beobachterin...)
(Eine Mutter)

Ich bin ja nur eine Lernbegleiterin (Lehrerin), aber ich glaube, dass das einen raum fuer neue begegnung geschaffen hat, tiefere begegnung, was in diesem alter evt. nicht selbstverstaendlich ist. die kinder waren die großen und die eltern, die die gelernt haben. ein spannender rollenwechsel

ich fand es bedeindruckend, wie NICHT abgehoben das ritual für die kids war. es war fuer sie selbstverstaendlich diese herausforderung anzunehmen. haengen geblieben bei mir ist: "jetzt weiss ich, dass ich schritt fuer schritt alles bewaeltigen kann... " oder "als ich mich dann 100mal umgedreht habe und da immernoch nichts gefaehrliches zu sehen war, begriff ich, dass da auch nichts mehr kommen wuerde..."
(Eine Lernbegleiterin)