walkaway - geh deinen Weg!

Walkaway...wartend, 5 Uhr morgens im Juli im Schwarzwald.

Visionssuche / Walkaway

Ein solches Ritual kann den Übergang am Ende der Schulzeit markieren.

Übergangsrituale waren in allen Kulturen überall auf der Welt bekannt und verbreitet. Es ist eine Zeit der Auseinandersetzung mit der Natur und sich selbst.
Das Ende der Schulzeit trifft natürlich auch auf diese Phase der Jugendlichen, in denen sie mit Übergängen konfrontiert werden, in denen Veränderungen auf sie zu kommen ob sie wollen oder nicht.
Und auch wenn in unserer Kultur dieser Eintritt in die Welt der Erwachsenen eher häppchenweise erfolgt und nicht mit der Resolutheit eines Initiationsrituals vieler alter Kulturen, so kann es dennoch wertvoll, wichtig und einfach auch schön sein, diesen Schulabschluss mittels eines Walkaway zu feiern.

Was geschieht da eigentlich?
Ich gehe für eine gewisse Zeit in die Natur und beachte dabei die folgenden Tabus:

  • Allein sein. Nach einer Zeit der gemeinsamen Vorbereitung, der gemeinsamen Verabschiedung beginnt die eigene Solozeit, in der Kontakt mit anderen Menschen vermieden wird.

  • Ausgesetzt sein. Es geht nicht darum eine möglichst professionelle Schutzhütte für die Nacht zu bauen, sondern wirklich nur das Notwendigste dabei zu haben (Iso, Schlafsack, Plane falls es regnet)

  • Fastend. Wasser wird mitgenommen.

Danach erfolgt die Rückkehr zur Gemeinschaft und ein Austausch in der Gruppe, in der die eigene Geschichte Raum bekommt, gehört wird und „gespiegelt“ wird.

Was uns dabei wichtig ist:

  • Freiwilligkeit

  • Sicherheit

  • einen geschützten Rahmen bieten

  • das Ritual gemeinsam mit den Jugendlichen an ihre Wünsche und an die Gegebenheiten anpassen

  • Vorgespräche, Vorbereitung, Absprachen mit den LehrerInnen und Eltern

  • Naturerfahrung

Aktuell:

  • Wir kooperieren seit 2014 mit der Freien Schule Dreisamtal in Kirchzarten und unterstützen mit dem Walkaway die rituelle Verabschiedung der SchulabgängerInnen.

Sollten Sie für Ihre Schule, ihre Klasse oder ihre Kinder Interesse an diesem wiederentdeckten Ritual haben sprechen sie uns an.
Ute-Maria Heilmann & Stephan Straub