Tiefenökologie

Tiefenökologie

 

Den Begriff „Tiefenökologie“ prägte der norwegische Philosoph und Bergsteiger Arne Naess, zur Abgrenzung von einem Umweltdenken, das immer noch eine Trennung zwischen dem Selbst und seiner Welt sieht. „Denn was unsere Natur zerstört, ist unser hartnäckiger Glaube, wir seien unabhängig von ihr, stünden über den anderen Lebewesen, und könnten mit ihnen umgehen, wie wir wollten, ohne entsprechendes für uns selbst befürchten zu müssen. Unser Überleben, sagt Naess, erfordert einen Wechsel hin zu weit umfasssenderen Vorstellungen davon, wer wir sind.

Die Welt als das erweiterte Selbst erfahren und ihre Geschichte als unsere eigene erweiterte Geschichte von unserem Selbst verstehen [ ist der Wunsch der Tiefenökologie ] (Joanna Macy in „Die Wiederentdeckung der Sinnlichen Erde, S. 28)

Wikipedia: „Tiefenökologie ist ein naturphilosophischer Ansatz, der den Menschen als Teil der Ökologie/Erde und nicht als außenstehendes Objekt sieht. Leitgedanke ist die Vereinigung von Denken, Gefühl, Spiritualität und Handlung. Der Mensch soll sich insbesondere seiner Rolle als "Bewahrer" oder "Zerstörer" seiner eigenen Welt bzw. Lebensgrundlage bewusst werden. Man soll weg von oberflächlichen Antworten (bezüglich ökologischer und sozialer Probleme), hin zu "tieferen" Fragen nach möglichen Veränderungen menschlicher Lebensart. Was kann jeder ändern, was ihm persönlich und der ganzen Welt zu gute kommt.“