Theoriemodelle der Erlebnispädagogik

The Mountains Speak for Themselves

Beim selbstwirksamen Naturerlebnis, in den USA „The Mountains Speak for Themselves“ genannt, wird davon ausgegangen, dass Teilnehmende ihre Erfahrung selbst deuten und umsetzen können und sollen. Verbale Auswertungen finden nicht oder allenfalls spontan statt. Diese Form der Erlebnispädagogik wird fast ausschließlich in Form von Abenteuer-Unternehmungen in der Natur praktiziert. Die Rolle der Leitung beschränkt sich auf logistische und sicherheitsspezifische Unterstützung, allenfalls noch auf Krisen- und Konfliktmanagement. Der Hauptfokus liegt auf dem Erlebnis.

 

 

Outward-Bound-Modell (The Mountains don´t speak for themselves)

Das Outward- Bound- Modell, in den USA „Outward Bound Plus“ genannt, geht davon aus, dass einem Erlebnis eine strukturierte und geführte Diskussion folgt. Die Programme sind relativ klar geplant, und es handelt sich meist um Angebote, die in der gleichen Art immer wieder durchgeführt werden. Der Transfer-Erfolg wird dadurch angestrebt, dass die Erfahrungen gleich nach wichtigen Ereignissen oder am Abend reflektiert und ausgewertet werden. Darüber hinaus beinhalten diese Programme oft auch ein so genanntes follow up, eine Nachevaluation, die eine gewisse Zeit nach dem Projekt mit den Teilnehmerinnen stattfindet. Der Fokus liegt bei diesem Modell auf der Reflexion.

 

The Mountains don´t speak to anybody (Das N.E.W.- Modell)

 

 

Metaphorische Modell

Bei der metaphorischen EP werden die Aktivitäten auf die persönlichen Ziele der Teilnehmenden bzw. das Ziel der spezifischen Gruppe abgestimmt. Das heißt, die individuellen Ziele werden im Voraus formuliert und an metaphorische Bilder gebunden. Das Erlebnisangebot wird auf diese metaphorischen Bilder abgestimmt, wodurch Transfer schon in der Erlebnisphase geschehen kann, d.h., dass das laufende Lerngeschehen großen Alltagsbezug hat. Ein wichtiger Fokus liegt bei diesem Modell auf dem Vorher, das im Amerikanischen als „Frontloading“ bezeichnet wird.