Reflexion in der Erlebnispädagogik

Erlebnispädagogik

 

Muss Mensch oder muss Mensch nicht... Die Frage nach der Reflexionsart- und Notwendigkeit bei oder vielmehr nach erlebnispädagogischen Elementen oder Modulen ist eine der meist diskutiertesten!
Für uns stellt sich weniger die Frage ob, sondern wann, was und wie... Am meisten Missverstanden wird wohl eine dogmatisch angewandte "Zwangsrelexion" nach einer EP-Einheit, in der die TeilnehemerInnen dazu aufgerufen sind, die erwarteten Sätze der Leitung im Zuge einer Rechtfertigung (Qualitätssicherung?!) der Massnahme "nachzubeten". 

Klassisch wird die Reflexion als Mittel und Werkzeug eingesetzt, den Transfer oder Anschluss (des Erfahrenen) in das "reale Leben" zu gewährleisten. Dabei wird sie Mittel zum Zweck und verliert die Kraft, sich tatsächlich auf die individuellen Erlebnisse zu focussieren.

Oft wird in Reflexionen mit "Suggestivfragen" gearbeitet. Die TN müssen quasi nur noch Bälle in das leere Tor schiessen ("Ging es besser nachdeem Ihr Euch abgesprochen habt...?") und gehen in Richtung linearkausaler "Als-Ob-Pädagogik".

Jeder Mensch braucht eine individuelle Zeitspanne, das Erlebte auch verbalisieren zu können. Und zu wollen. Eine direkt im Anschluss durchgeführte Reflexionsrunde kann so manche TeilnehmerIn "überfahren".

Wir gehen davon aus dass die Reflexion so oder so stattfindet, nur in verschiedensten Formen und Zeitrahmen. Unter Reflexionsformen fallen das Spaziergang alleine, das Gespräch zu zweit, eine lockere Runde am Lagerfeuer, die Verarbeitung des Erlebten in einer künstlerischen Form...die verbale oder auch nur gedankliche "Nachbereitung". Und die findet beinahe immer statt. Es gilt lediglich, den passenden Zeitpunkt und den passenden Rahmen dafür zu finden bzw. zu bieten!