Lernprozesse und Kompetenzebenen

 

Am Beispiel Autofahren:

Unbewusste Inkompetenz
In diesem Stadium befinden wir uns alle hinsichtlich der meisten erfahrbaren Bewusstseinsbereiche, bevor wir mit denen konfrontiert werden.
Wir wissen etwas nicht und wissen nicht, dass wir es nicht wissen, ja dass es das überhaupt gibt.
Eine der schlimmsten Folgen daraus ist die weitverbreitete Ignoranz in Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur.

Bewusste Inkompetenz
Jetzt haben wir eine Ahnung, dass es "Autofahren" gibt, aber es erscheint uns noch wie ein Geheimnis mit sieben Siegeln.
Wir beginnen uns damit zu beschäftigen und entdecken, dass wir auf einen reichen Schatz gestoßen sind, den es auszugraben lohnt.
Wir sehen allerdings auch, was wir alles noch nicht können oder beherrschen.

Bewusste Kompetenz
Nach anfänglichen schnellen Fortschritten auf einem Gebiet erreichen wir den Punkt, zwar einige Fertigkeiten zu besitzen, diese aber noch nicht sehr zuverlässig oder gar gewohnheitsmäßig einsetzen zu können. Die Fortschritte werden zwar meist als befriedigend empfunden, doch merken wir die Anstrengungen und wie jeder weitere Schritt mit mehr Mühe verbunden ist. Jetzt geht es darum, zu üben, zu wiederholen, zu trainieren…

Unbewusste Kompetenz
Nun sind uns die erlernten Fertigkeiten in Fleisch und Blut übergegangen und laufen ohne Nachdenken mühelos ab. Wir schalten, kuppeln und lenken weitgehend ohne jede einzelne Bewegung vorher im Kopf durchmachen zu müssen. Wir haben Bewegungsmuster internalisiert und können sie unbewusst abrufen. Das gibt uns die Möglichkeit, sogar nebenher weitere Dinge zu tun (CDs wechseln während dem Autofahren).

Die Meisterschaft
Das ist noch eine Stufe über der Unbewussten Kompetenz, da Meisterschaft eine ästhetische Komponente beinhaltet - sie ist effizient, wunderbar anzuschauen/-hören, leicht und in ständigem Fluss. Wir können den Zustand des "Flow" erreichen.