Inhalt und Vorwort...

Inhalt:

 

1      Einleitung..................................................................................................... - 1 -

2      Theoretischer Teil................................................................................ - 4 -

2.1 Natur – eine Bedeutungserklärung.................................................................... - 4 -

2.2 Natur in der Erlebnispädagogik.......................................................................... - 6 -

2.2.1 Was ist Erlebnispädagogik?........................................................................ - 6 -

2.2.2 Natur als Erlebnisraum und Handlungsfeld............................................... - 8 -

2.2.3 Natur als Spiegelraum.................................................................................. - 9 -

2.3 Erlebnispädagogik und ökologische Bildung................................................. - 11 -

2.3.1 Umweltpädagogik........................................................................................ - 12 -

2.3.2 Umwelterziehung und Umweltbildung..................................................... - 14 -

2.3.3 Ökopädagogik und ökologisches Lernen................................................ - 17 -

2.3.4 Naturbezogene Pädagogik und naturnahe Erziehung........................... - 19 -

2.3.5 Rucksackschule........................................................................................... - 20 -

2.3.6 Flow Learning.............................................................................................. - 22 -

2.3.7 Naturerlebnispädagogik und Naturpädagogik........................................ - 24 -

2.4 Zur Verknüpfung erlebnis- und umweltpädagogischer Ansätze................. - 26 -

2.5 Beziehung Mensch -  Natur............................................................................... - 28 -

2.5.1 Wechselwirkungen...................................................................................... - 28 -

2.5.2 Naturentfremdung....................................................................................... - 30 -

2.5.3 Natursehnsucht........................................................................................... - 32 -

2.5.4 Die neun Naturkonzepte............................................................................. - 33 -

2.5.5 Emotionen in Bezug auf Natur.................................................................. - 35 -

2.5.5.1 Umweltängste und Endzeitangst............................................................ - 36 -

2.5.5.2 Verdrängung und Ohnmachtgefühle...................................................... - 39 -

2.5.5.3 Die Liebe zum Lebendigen..................................................................... - 41 -

2.6 Jugend und Natur............................................................................................... - 42 -

2.7 Persönlichkeitsentwicklung.............................................................................. - 45 -

2.7.1 Was ist Persönlichkeitsentwicklung?....................................................... - 45 -

2.7.2 Persönlichkeitsentwicklung auf Grund von Entwicklungsaufgaben.... - 46 -

2.7.3 Zwischen Bequemlichkeit und Überforderung: Das

         Komfort­zonen­modell in der Erlebnispädagogik..................................... - 47 -

2.8 Die Bedeutung von Naturerlebnissen für die Persönlichkeitsentwicklung - 49 -

 

3      Evaluation von „Natur pur“.......................................................... - 57 -

3.1 Evaluationsgegenstand – Rahmenbedingungen von „Natur pur“.............. - 57 -

3.1.1 Organisatorisches....................................................................................... - 57 -

3.1.2 Zielgruppe.................................................................................................... - 57 -

3.1.3 Aktionsraum................................................................................................. - 58 -

3.1.4 Programminhalte und Methoden............................................................... - 58 -

3.1.5 Ziele............................................................................................................... - 58 -

3.2 Methoden der Evaluation.................................................................................. - 60 -

3.2.1 Befragung mittels Fragebögen.................................................................. - 60 -

3.2.2 Teilnehmende Beobachtung...................................................................... - 63 -

3.2.3 Reflexionswand........................................................................................... - 63 -

4      Ergebnisse der Evaluation............................................................ - 64 -

4.1 Soziodemographische Daten und Hintergrundvariablen.............................. - 64 -

4.2 Ergebnisse der Vorherbefragung..................................................................... - 66 -

4.3 Ergebnisse der Nachherbefragung zwei Wochen nach der Veranstaltung - 74 -

4.4 Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtung................................................ - 83 -

4.5 Ergebnisse der Reflexionswand....................................................................... - 89 -

5      Ergebnisdiskussion und Auswertung.................................... - 91 -

5.1 Diskussion des Untersuchungsansatzes........................................................ - 91 -

5.2 Diskussion der Ergebnisse aus der Evaluation.............................................. - 94 -

6      Zusammenfassung und offene Fragen................................... - 97 -

7      Persönliches Fazit............................................................................... - 99 -

8      Literatur und Internetquellen.............................................. - 100 -

9      Anhang........................................................................................................ - 108 -

 

 DANKSAGUNG

Zuerst möchte ich mich bei meinen Eltern bedanken, die mich während der Zeit des Schreibens finanziell unterstützt haben. Ohne diese Unterstützung wäre es mir nicht möglich gewesen mein Studium ohne Schulden zu beenden.
Bedanken möchte ich mich auch bei Herrn Zwerger, der mir mit seinem professionellen Rat und seinen guten Tipps stets zur Seite stand.
Außerdem bedanke ich mich bei meinem Erstkorrektor Herrn Schwab für die regelmäßige und zuverlässige Betreuung, vor allem aber für die schnelle Beantwortung meiner Fragen per E-Mail. 
Herrn Volkmann danke ich für die ausführliche und gewissenhafte Korrektur meiner Diplomarbeit. 
Ich möchte auch dem Leiterteam des NEW für die gute und flexible Zusammenarbeit danken. Und natürlich allen Jugendlichen, die sich die Zeit genommen haben, meine Fragebögen ausführlich zu beantworten.
Dem Ehepaar Cordell danke ich für die technische Unterstützung und liebevolle Bewirtung in der Korrekturphase.
Ein großes Dankeschön gilt auch meinem Freund, der mich während der gesamten Zeit mit seinem unbezwinglichen Optimismus motiviert hat.

  

 1   Einleitung

 

Die Sensibilität für das Leben

ist das höchste Produkt der Erziehung.

                                 Liberty Hyde Bailey

 

Die Idee zu dieser Diplomarbeit entstand durch die Erfahrungen und Erfolge meiner Tätigkeit als Umwelt- und Erlebnispädagogin. Noch bevor ich die Weiter­bildung zur Erlebnispädagogin durchlief, leitete ich meine erste Jugend­freizeit im Nordschwarzwald zum Thema „Natur erleben“. Die Konzeption dieser Freizeit entstand durch meine Erfahrungen beim Ökomobil der BNL (Bund für Naturschutz und Landschaftspflege) in Freiburg, wo ich zuvor ein Praktikum absolviert hatte. Schon damals faszinierte mich die Verknüpfung der Bereiche Pädagogik, Psychologie und Biologie. In meinem ersten Praxissemester bei der Zwerger & Raab GmbH lernte ich die Grundlagen der Erlebnispädagogik kennen, die ich in der anschließenden Weiterbildung vertiefen konnte. Um Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, übernahm ich die Pfadfinder­gruppe Littenweiler, die sich damals aus sechs Jungen im Alter von 14 - 16 Jahren zusammensetzte. Dort machte ich zum ersten Mal die Erfahrung, dass Natur durchaus ein interessantes Thema für Jugendliche sein kann. Seit April 2007 arbeite ich als freiberufliche Trainerin und Erlebnispädagogin beim NEW-Institut e.V. in der Vauban. Dort erfuhr ich, dass das NEW-Institut seit Jahren mit großem Erfolg ein Seminar für Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr anbietet: „Natur pur“.

Ich hatte sofort großes Interesse an diesem Thema und so entstand die Idee, dieses Seminar für meine Diplomarbeit wissenschaftlich zu begleiten. Nach „Natur pur“ folgten viele andere Seminare und Schullandheimaufenthalte, die ich selbst anleitete. Das faszinierende an dieser Arbeit ist für mich immer wieder beobachten zu können, welchen Einfluss Naturerlebnisse auf die Leben­dig­keit und Authentizität von Jugendlichen haben.

  

Ziele dieser Arbeit

Mit dieser Arbeit möchte ich die Auseinandersetzung über das Mensch-Natur- Verhältnis im Rahmen von Erlebnispädagogik voranbringen. Ich möchte unter­suchen, welche Zugänge Jugendliche zur Natur haben und wie diese für persön­lichkeits­bildende Maßnahmen in der Erlebnispädagogik genutzt werden können. Natur ist in der Erlebnispädagogik überwiegend zu bloßem Wissen über Natur verkommen. Ich möchte zeigen, dass die Potentiale von Natur­erlebnissen weit aus größer sind, als die eines Handlungsfeldes oder zum Zweck des reinen Wissenserwerbs. Von Pädagogen wird erwartet, dass sie sich damit auseinandersetzen, wie Kindern und Jugendlichen Natur näher gebracht  werden kann. In der Bundesrepublik Deutschland hat dies zur Konzeption der „Umwelterziehung“ geführt. Mit der Evaluation des Seminars „Natur pur“ möchte ich untersuchen, ob erlebnisorientierte Naturerfahrungen als solche einen An­reiz bieten, persönlichkeitsbildende Lernprozesse anzuregen.

 

Inhalt und Gliederung

Die Arbeit ist gegliedert in einen theoretischen und einen praktischen Teil.

Im ersten Teil werde ich theoretische Grundlagen für die Arbeit in und mit der Natur vorstellen. Der erste Teil ist so strukturiert, dass er von einer abstrakten, allgemeinen Einführung in die Begriffsbestimmung von Natur und Erlebnis­pädagogik zum konkreten Verhältnis des Menschen zur Natur hinführen soll. Zuerst beschäftige ich mich mit den Fragen ‚Was ist Natur überhaupt?’ und ‚Wie lässt sich diese zur Kultur und Zivilisation des Menschen abgrenzen?’. Es werden verschiedene Definitionsansätze diskutiert und an einem Beispiel ver­deutlicht. An zweiter Stelle werde ich auf die Bedeutung der Natur in der Erleb­nis­pädagogik näher eingehen. Die Darstellung führt von einer allgemeinen Einführung über Herkunft und Ziele der Erlebnispädagogik zu konkreten Hand­lungsfeldern in der Natur.

In Kapitel 2.3 wird auf die Verknüpfung von Erlebnispädagogik und Umwelt­pädagogik eingegangen. Dies geschieht zum einen in der Darstellung ver­schiedener Ansätze der Umweltpädagogik. Zum anderen wird erörtert, in wie fern diese beiden Ansätze, Erlebnispädagogik und Umweltpädagogik in der Praxis voneinander profitieren können.

Kapitel 2.5 beschäftigt sich mit der Beziehung des Menschen zur Natur. Dabei soll deutlich werden, über welche Schwierigkeiten und Ressourcen diese Beziehung verfügt. In Kapitel 2.6 wird anhand des ‚Jugendreport Natur’ von Rainer Brämer das Verhältnis Jugendlicher zur Natur näher erläutert.

In Kapitel 2.7 wird der Begriff Persönlichkeitsentwicklung durch verschiedene Definitionen diskutiert und jeweils ein Modell zur Persönlichkeitsentwicklung aus der Psychologie und der Erlebnispädagogik vorgestellt.

Das letzte Kapitel des theoretischen Teils setzt sich mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Naturerlebnisse in der Persönlichkeitsentwicklung von Jugend­lichen haben. Hierbei fließen sowohl Erkenntnisse aus der ökologischen Psychologie mit ein, als auch persönliche Erfahrungen als Trainerin im erlebnis­pädagogischen Bereich.

Im zweiten, praktischen Teil meiner Arbeit wird das Seminar „Natur pur“ und dessen Evaluation dargestellt. Der praktische Teil ist so aufgebaut, dass er von der Vorstellung des Evaluationsgegenstandes und der Darstellung verwendeter Evaluationsmethoden zu einer umfassenden Ergebnispräsentation führt. Die Ergebnisse der Evaluation wurden mit Hilfe des Statistikprogramms Graf Stat ausgewertet und anschaulich dargestellt.

In Kapitel 5 werden die Ergebnisse und der Untersuchungsgegenstand kritisch diskutiert, um dann über eine Thesenformulierung Schlussfolgerungen für die Erlebnispädagogik zu ziehen.

 Allgemeine Hinweise

Der besseren Lesbarkeit wegen, habe ich auf die Differenzierung der weib­lichen und männlichen Form verzichtet. Mit der männlichen Form (z.B. Teilneh­mer, Trainer) sind stets auch Frauen angesprochen. 

Ebenfall weise ich darauf hin, dass der Gebrauch des Ausdrucks ‚wir’ in dieser Arbeit mich und das NEW Trainerteam meint.

Fachspezifische Begriffe, wie z.B. Vision Quest werden im Anhang näher erläu­tert. Abkürzungen sind ebenfalls in einem Verzeichnis im Anhang aufgeführt.

 

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