D wie Dutch Oven – Unsere Lieblingsausrüstung

Dass Outdoorküche mehr umfasst als bloß zu Grillen, weißt du spätestens seit unserer Vorstellung der Muurikka – und natürlich den zugehörigen Lagerfeuer-Crêpes – *mhhhhmmm*. Auf dem Gerät, das wir Dir heute präsentieren, kannst Du über offenem Feuer kochen und braten. 

Gestatten, dass wir vorstellen: Der „Dutch Oven“. Wenn Du bei diesem dreibeinigen Gefäß mit Deckel an einen Kochtopf denkst, liegst du nur fast richtig...

Denn der Begriff „Dutch Oven“ bedeutet so viel wie „Ofen aus den Niederlanden“.

Moment… Ofen? Ja! Zwar sieht er aus wie ein gusseisener Kochtopf – aber durch seine extreme Leit- und Speicherfähigkeit für Wärme kannst Du im Dutch Oven jedes Gericht zubereiten, das Du zuhause in den Backofen schieben würdest: Brot, Kuchen, Gratins, Eintöpfe…

Mit dem Dutch Oven kannst Du über offenem Feuer kochen.

Ein Feuertop, der gleichzeitig ein Ofen ist

Der Dutch Oven kann also mit Ober- und Unterhitze betrieben werden, je nachdem ob Du ihn in die Glut stellst oder glühende Kohle direkt auf den geschlossenen Deckel gibst. Damit ist der Dutch Oven zum Kochen, Braten, Schmoren und Backen geeignet und vielseitger als ein bloßer Kochtopf.

Mit Glut aus dem Lagerfeuer, Holzkohle oder Grillbriketts heizt Du ihn ein. Der Deckel ist flach und hat einen hohen Rand, damit die Kohle gut darauf liegen bleibt. 

Damit Du den Dutch Oven mühelos in die heißen Kohlen hineinstellen und herausholen kannst wird meistens ein Deckelheber mitgeliefert. Drei Beine an der Unterseite sorgen für ausreichend Platz zur Glut. Bei einigen Modellen hat der Deckel ebenfalls drei Füße, wodurch er eigenständig als Pfanne verwendet werden kann.

Der Deckel ist flach und hat einen hohen Rand, damit die Kohle gut darauf liegen bleibt.

Einbrennen muss sein – so geht's

Wie jedes gusseiserne Kochgeschirr muss auch der Dutch Oven eingebrannt werden bevor Du damit dein erstes Outdoor-Menü zaubern kannst. Dazu reibst Du den Feuertopf dünn mit Kokosöl ein und erhitzt ihn anschließend im Backofen bei 200°C für etwa eine Stunde. Da Kokosöl viele gesättigte Fettsäuren enthält lässt es sich besonders heiß erhitzen, ohne dass es dabei ranzig wird.

Wie jedes gusseiserne Kochgeschirr muss auch der Dutch Oven eingebrannt werden bevor Du damit Dein erstes Outdoor-Menü zaubern kannst.

Danach muss der Dutch Oven langsam abkühlen – diesen Prozess bitte nicht beschleunigen, indem Du Wasser in den heißen Topf gibst: Zum einen kannst Du Dich am Wasserdampf verbrennen. Zum anderen kann das Gusseisen durch den extremen Temperaturunterschied verformen oder sogar brechen. Durch das Einbrennen entsteht eine Patina, die das Gusseisen vor Rost schütz und außerdem noch dafür sorgt, dass das sich Grillkäse, gebackenes Brot und Co. gut vom Topfboden lösen.

Eine Patina muss her, damit sich Brot & Co. leicht vom Boden lösen lassen.

Die richtige Lagerung

Um den Feuertopf lange benutzen zu können, darf er nicht längere Zeit im Wasser oder ungeschützt unter freiem Himmel stehen, damit er keinen Rost ansetzt. Wir lagern den Dutch Oven nach und vor seinen Einsätzen an einem trockenen Ort in einer blauen Ikea-Tüte – so ist er sicher vor Regen geschützt. Nach jeder Benutzung wird der Dutch Oven nur mit heißem Wasser und ohne Geschirrspülmittel gereinigt. Aufbewahrt wird der Topf leicht geöffnet, damit die Patina nicht ranzig wird. Du solltest den leeren Feuertopf auch nie lange auf der Glut stehen lassen, da das Gusseisen sonst reißen oder sich verformen kann und der Deckel dann nicht mehr dicht schließt.

Nach dem Einsatz kommt es auf die richtige Lagerung des Dutch Oven an!

Um loszulegen fehlt Dir noch eine wichtige Sache...

... und zwar das passende Rezept! 

Deshalb findest Du hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Dein erstes Gericht im Dutch Oven. Der Feta-Gemüsetopf ist ein herzhafter und beliebter Klassiker auf unseren Klassenfahrten. Einfach, lecker und sättigend.

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit! :)